Gewinner des 9. CTI Young Drive Experts Awards 2017

Nils Bothen ist Gewinner des 9. CTI Young Drive Experts Awards 2017

Berlin/Düsseldorf, 06.12.2017 – Auch in diesem Jahr konnten sich anlässlich des 16. Internationalen CTI Symposiums für Fahrzeuggetriebe, Hybrid- und Elektroantriebe wieder drei Kandidaten für den CTI Young Drive Experts Award qualifizieren.

Die Finalisten Philippe Jardin (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mechatronische Systeme im Maschinenbau, Technische Universität Darmstadt), Nils Bothen (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Antriebssysteme und Leistungselektronik, Leibniz Universität Hannover) und Patrick Weißensteiner (Nachwuchswissenschaftler am Forschungs- und Entwicklungszentrum „Virtual Vehicle“, Graz) stellten ihre Arbeiten zunächst in Form von Pecha Kucha Präsentationen vor 1000 Branchenvertretern vor. Anschließend entschied dann das „Applausometer“ über die Plätze 1,2 und 3.

Den ersten Platz belegte Nils Bothen. In seiner Masterarbeit mit dem Titel „Optimierung eines Rotationstransformers mit elektrischem Stahl-Kern“ entwickelte er ein Optimierungswerkzeug zur Steigerung des Wirkungsgrads eines Rotationsumformers. Rotationstransformer sind aus Datenaufzeichnungsgeräten bekannt, können aber auch zur Übertragung von elektrischer Leistung in Form von Wechselstrom genutzt werden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden dann Richtlinien für die Gestaltung und Dimensionierung von berührungslosen Übertragern mit Elektroblechkern erarbeitet, welche als Basis für zukünftige Auslegungen derartiger Übertrager dienen können.

Philippe Jardin wurde für seine Masterarbeit „Rekonstruktion von Belastungszuständen und Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit automobiler Fahrzeugkomponenten“ auf den zweiten Platz gewählt. Dort stellt er ein Sensorfusionsnetzwerk für die effiziente Rekonstruktion von Belastungs-zuständen vor. Das Netzwerk ist auf einem Mikrocontroller implementiert und kann in Echtzeit Aussagen über die Belastung einzelner Komponenten, beispielsweise über die Zahnstangenkraft im Lenkgetriebe, treffen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen liefert er einen wichtigen Beitrag für die Lebensdauerabschätzung zukünftiger Antriebs- und Fahrzeugkomponenten.

Patrick Weißensteiner überzeugte mit seiner Masterarbeit zum Thema „Fahrdynamikanalyse und -regelung eines allradgetriebenen Elektrofahrzeuges mit omnidirektionaler Lenkung“, welche in Kooperation mit dem Virtual Vehicle Research Center (ViF) durchgeführt wurde.  Mit einem entsprechendem Prototypen soll es möglich sein, verschiedenste Sensoren, welche für automatisierte Fahrfunktionen notwendig sind, zu testen. In seiner Arbeit stellt er ein beeindruckendes Fahrzeugsimulationsmodell vor, welches mithilfe einer Mehrkörpersimulation (MKS) entwickelt wurde und die Bewegung des Fahrzeugs entlang bestimmter Punkte simulieren kann. Er belegte den dritten Platz.

Über den CTI-Award

Der Young Drive Experts Award spricht Bachelor-, Master- und Promotions-Absolventen an, deren Arbeiten auf dem Gebiet der Getriebe- und Antriebsentwicklung besonders herausragen. Er soll junge Ingenieure ermutigen, sich auch künftig in diesem Themengebiet zu engagieren.
Auf dem CTI Symposium kommen jedes Jahr zahlreiche internationale Teilnehmer und Referenten zusammen, um sich unter anderem über marktspezifische Einflüsse und Rahmenbedingungen sowie über aktuelle Getriebe- und Antriebstechnoligen zu informieren.